Bachelorarbeit: A Story of Black and White

Das Thema meiner Bachelorarbeit „A bit of black and white – a methodical study about the emergence of Culicoides“ waren Insekten als Überträger von Krankheiten. Konkret ging es darum, möglichst effektive Fallen für das Fangen verschiedener Spezies zu entwickeln. Die Ergebnisse der Arbeit wurden später als Paper im Journal Veterinary Parasitology veröffentlicht.

Die Thesis als PDF

Ziel:

Grundlagenforschung im Bereich der Vektorökologie.

Organisation:

Universität Oldenburg

Software:

SPSS

Hintergrund der Arbeit

Culicoides - Winzige Krankheitsüberträger

Die Culicoides sind eine Gattung der Gnitzen. Sie sind fliegende, sich meist von Blut ernährende Insekten, deren Größe lediglich 1 – 3 Millimeter beträgt. Wie andere Mücken auch können sie beim Blutsaugen Krankheiten und Parasiten von einem Wirt zum anderen übertragen, wobei ihre Winzigkeit aber viele übliche Schutzmaßnahmen nutzlos macht. Menschen sind nur selten in Gefahr, für Nutztiere jedoch können übertragene Seuchen verheerend sein. So können etwa manche Culicoides-Arten die sogenannte Afrikanische Pferdepest übertragen – eine Krankheit, die bei Pferden zu Sterberaten von bis zu 90% führt.

In vielen Teilen der Welt gehört der Umgang mit Culicoides zum Alltag. In Europa jedoch wurden die heimischen Arten lange Zeit kaum beachtet – schlicht, weil es keinen Anlass dazu gab. Die gefürchteten Krankheiten traten in Europa nur in Ausnahmefällen auf und ließen sich stets schnell eindämmen.

Im Jahr 2006 kam es dann allerdings zu mehreren großen Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit, einer ebenfalls durch Culicoides übertragenen, schwerwiegenden Infektionskrankheit. Man begann, zu handeln.

Anfangs nahm man an, dass das immer wärmere Klima das Einwandern fremder Arten begünstigt habe. Diese eingewanderten Arten hätten dann die Krankheiten quasi „mitgebracht“. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass diese Annahme nicht zutraf. Vielmehr hatten die einheimischen Arten plötzlich begonnen, bislang fremde Krankheiten zu übertragen. Mit einem Mal waren eben jene Arten von Bedeutung, die bislang nur ein Schattendasein geführt hatten.

Herausforderung

Grundlagenforschung.

Die Schwierigkeit der Thesis bestand darin, dass sich die Entwicklung effektiver Fallentypen nicht auf vorangegangene Versuche anderer Arbeitsgruppen stützen konnte. Zwar existierten zum Zeitpunkt der Arbeit bereits diverse Arten von Fallen, diese waren jedoch sehr unterschiedlich gebaut und bestanden aus sehr unterschiedlichen Materialien. Standards oder Referenzen fehlten.

Hinzu kam das noch geringe Wissen in Bezug auf die Ökologie der zu fangenden Spezies.

Inhalte der Arbeit

Umfangreicher Feldversuch und statistische Analysen.

Als Herangehensweise wurde ein Feldversuch gewählt, der den Fangerfolg unterschiedlich gebauter Fallen über mehrere Wochen hinweg erfasste. Auf einem kleinen Testgelände wurden vier verschiedene Typen von Fallen ausgebracht. Diese Fallen wurden täglich geleert und die gefangenen Insekten auf Anzahl, Art und Geschlecht hin untersucht. Abschließend erfolgte ein statistischer Vergleich.

Ergebnisse und Publikation

Neue Erkenntnisse und eine Publikation.

In der Tat konnte festgestellt werden, dass die Farbe der Fallen einen signifikanten Einfluss auf die Zahl der gefangenen Individuen hatte. Diese Erkenntnis und weitere große Teile der Arbeit wurden schließlich in Form eines Papers veröffentlicht.

Das veröffentliche Paper